Was sollte die Berufsunfähigkeitsrente abdecken?

Um die richtige Mindesthöhe der Berufsunfähigkeitsversicherung festzulegen und den Beitrag zu berechnen, müssen Sie sich Gedanken darüber machen, welche monatlichen Fixkosten unbedingt gedeckt sein sollen.

Monatliche Fixkosten, die gedeckt sein sollten

  • Monatliche Miete für Haus oder Wohnung
  • Bestehende Verbindlichkeiten für Darlehenszahlungen oder sonstige Verträge
  • Krankenversicherungsbeitrag (gilt besonders für Selbstständige)
  • Lebenshaltungskosten, Verpflegung und Kleidung

Alternativ können Sie auch die mögliche Höchstrente voll ausschöpfen, die Sie unter Berücksichtigung des Gehalts berechnen. Dadurch sichern Sie das eigene Einkommen bestmöglich ab und haben in der Regel auch die monatlichen Fixkosten abgedeckt. Wichtig ist, dass die BU-Rente erst leistet, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich dauerhaft zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben können – deshalb sollte die vereinbarte Rente Ihren Lebensunterhalt allein tragen können.

Tipp: Berechnen Sie die ideale Rentenhöhe nicht nur anhand Ihrer aktuellen Fixkosten, sondern berücksichtigen Sie auch künftige Ausgaben wie steigende Mieten oder Unterhaltspflichten. Ein Versicherungsmakler kann Ihnen helfen, den optimalen Betrag zu bestimmen.

Sinnvolle Höhe der BU-Rente berechnen

1 Aktuelles Nettoeinkommen ermitteln
2 Die empfohlene Quote (meist 70–80 %) anwenden
3 Das Ergebnis ist die sinnvolle Höhe der monatlichen BU-Rente

Beispiel: Frau Berg verdient 2.500 € netto im Monat. Bei einer empfohlenen Quote von 75 % ergibt das eine BU-Rente von rund 1.875 €.

BU-Rente-Bedarfsrechner

Welche monatliche BU-Rente ist für Ihr Einkommen sinnvoll?

500 € 8.000 €
50 % 80 %

Empfohlene BU-Rente

pro Monat

Übliche Obergrenze

80 % vom Netto

Richtwert, kein fester Wert. Versicherer begrenzen die maximale BU-Rente meist auf bis zu 80 % des Netto- bzw. 60–75 % des Bruttoeinkommens. Für Studenten, Auszubildende und ähnliche Gruppen gelten niedrigere Obergrenzen (oft ca. 1.500 €).

Wie hoch darf die Rente maximal sein?

Jede Berufsunfähigkeitsversicherung hat ihre eigenen Vorgaben und Höchstgrenzen in Bezug auf die maximale Rentenhöhe. Berücksichtigt werden dabei vor allem der Beruf, Berufsstatus und das Gehalt der versicherten Person. So gibt es zum Beispiel Unterschiede zwischen Angestellten und Selbstständigen, die jeweils unterschiedliche Summen absichern können.

Zur Berechnung der maximalen Berufsunfähigkeitsrente nehmen die Versicherungen entweder das Nettoeinkommen oder das Bruttoeinkommen der zu versichernden Person als Grundlage. Im Normalfall dürfen Sie:

Maximale Berufsunfähigkeitsrente nach Berechnungsgrundlage
Berechnungsgrundlage Maximale Absicherung
Nettoeinkommen Bis zu 80 %
Bruttoeinkommen Zwischen 60 und 75 %

Die genauen Versicherungssummen variieren je nach Versicherungsgesellschaft. Ein Versicherungsmakler berät Sie, wo Sie Ihr Einkommen am höchsten versichern können.

Gewisse Einschränkungen in der Höhe gibt es darüber hinaus bei Tätigkeiten, die nicht als ein vollwertiger Beruf gesehen werden:

Eingeschränkte Gruppen

  • Auszubildende
  • Studenten
  • Hausfrauen
  • Schüler

Maximalbetrag

Diese Personen sind zwar unter bestimmten Voraussetzungen versicherbar, die Leistungen sind allerdings stark begrenzt:

ca. 1.500 Euro monatliche Maximalrente

Diese Personen sind zwar auch schon unter bestimmten Voraussetzungen versicherbar. Die Leistungen sind allerdings noch stark begrenzt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann hier gegen einen günstigen Versicherungsbeitrag bis zu einem Maximalbetrag von etwa 1.500 Euro pro Monat abgeschlossen werden. Die konkrete Obergrenze hängt vom jeweiligen Versicherer ab und kann abweichen.

Häufig gestellte Fragen zur Rentenhöhe der Berufsunfähigkeitsversicherung

Als Orientierung gelten häufig etwa 60 bis 80 % des Nettoeinkommens – das ist ein Richtwert, kein fester Wert. Damit können Sie Ihre monatlichen Fixkosten wie Miete, Versicherungen und Lebenshaltungskosten auch im Falle einer Berufsunfähigkeit weiterhin decken. Wie viel sinnvoll ist, hängt von Ihren persönlichen Ausgaben und etwaigen weiteren Einkünften ab.

Ja, viele Versicherungen bieten eine sogenannte Nachversicherungsgarantie an. Bei bestimmten Lebensereignissen — wie einer Heirat, Geburt eines Kindes oder einem Karrieresprung — können Sie die Rentenhöhe ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen.

Falls Sie keine Dynamik oder Nachversicherungsgarantie vereinbart haben, bleibt Ihre Rente auf dem ursprünglichen Niveau. Eine Dynamisierung im Vertrag sorgt dafür, dass Beiträge und Leistungen regelmäßig angepasst werden. Alternativ können Sie bei Gehaltserhöhungen eine Aufstockung beantragen.

Eine höhere Rente bedeutet auch höhere Beiträge. Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zwischen ausreichendem Schutz und bezahlbaren Beiträgen zu finden. Zu niedrige Beiträge führen zu Unterversicherung, zu hohe Beiträge können das monatliche Budget belasten.

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