Wie hoch sind die Zahnzusatzversicherung Kosten?
Die Kosten für die Zahnzusatzversicherung sind von mehreren Variabel abhängig. So kommt es selbstverständlich auf das Versicherungsunternehmen an, für das sich der/die Versicherte entscheidet. Zudem spielt es eine wichtige Rolle, wie hoch der Leistungsumfang ist, d.h. welche Kosten zu welcher Höhe übernommen werden. Weitere Faktoren sind das Alter und der Zustand der Zähne des/der Versicherten.
| Leistungsstufe | Befriedigend | Gut | Sehr gut |
|---|---|---|---|
| Zahnersatz | mindestens 60 % | mindestens 75 % | mindestens 90 % |
| Zahnbehandlung | mindestens 60 % | mindestens 75 % | mindestens 90 % |
| Zahnprophylaxe | mindestens 60 € pro Jahr | mindestens 80 € pro Jahr | mindestens 150 € pro Jahr |
| Beitrag | ab 8 € pro Monat | ab 10 € pro Monat | ab 13 € pro Monat |
Quelle: Check24
Beispiel Zahnzusatzversicherung Barmenia: Die Barmenia bietet ihren Kunden mehrere Zahnzusatzversicherungen zu verschiedenen Preisen an. Der Mehr-Zahn-80- Tarif übernimmt 80% der Behandlungskosten bei Zahnersatz, Verblendungen aus Keramik oder Kunststoff sowie bei der Vor- und Nachbehandlungen. Wer mehr Geld erstatt bekommen möchte, muss sich für den Mehr-Zahn-90-Tarif oder den Mehr-Zahn-100-Tarif entscheiden: Die Kosten der Zahnzusatzversicherungen Barmenia liegen jeweils bei:
- Mehr-Zahn-80-Tarif;
- Mehr-Zahn-90-Tarif;
- Mehr-Zahn-100-Tarif.
Worauf sollte bei der Zahnzusatzversicherung geachtet werden?
Personen, die sich für eine Zahnzusatzversicherung entscheiden, sollten hierbei nicht nur auf die Kosten der Zahnzusatzversicherung achten, sondern auch auf die angebotenen Leistungen. Folgende Punkte spielen hierbei eine wichtige Rolle:
Leistungskosten & Erstattung
- Welche Leistungskosten werden übernommen?
- Gibt es eine Erstattungsgrenze?
Wartezeit & Beiträge
- Gibt es eine Wartezeit?
- Steigen die Beiträge im Alter?
Erstattung der Leistungskosten
Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt eine Reihe von Leistungen im Bereich der Zahnbehandlung. Welche das sind, sollte jedoch vor Abschluss der Versicherung geklärt werden. Die meisten Versicherungen übernehmen professionelle Zahnreinigungen und die Kosten für den Zahnersatz. Andere zahlen auch beispielsweise die Schiene gegen Zähneknirschen.
Wichtig ist jedoch nicht nur, ob die Leistungskosten übernommen werden, sondern auch in welcher Höhe sie erstattet werden. Besonders beim Zahnersatz ist es wichtig darauf zu achten, wie hoch der Erstattungsanteil ist.
Hinweis: Zahnzusatzversicherungen, die 100 Prozent des Zahnersatzes erstatten, sind in der Regel unverhältnismäßig teuer. Oftmals lohnen sich daher Tarife, die zwischen 80 und 90 Prozent der Kosten übernehmen.
Erstattungsgrenze
In den ersten Jahren legen die Zahnzusatzversicherungen in der Regel eine Erstattungsgrenze fest. Das bedeutet, dass die Behandlungskosten nur bis zu einem bestimmten Betrag übernommen werden. Viele übernehmen beispielsweise in den ersten 5 Jahren jährlich nicht mehr als 1.000 € der Kosten.
Auch nach Ablauf dieser ersten Periode kann es vorkommen, dass die Zusatzversicherung nicht die Gesamtheit der Kosten trägt. Beispielsweise bei besonders hohen Materialkosten kann es vorkommen, dass die Gesundheitsversicherung nicht den Gesamtbetrag zurückerstattet. Um solche Überraschungen zu vermeiden, lohnt es sich, vorab einen Kostenvoranschlag bei der jeweiligen Versicherung einzureichen.
Ohne Wartezeit
Die meisten Zahnzusatzversicherungen beginnen mit einer Wartezeit von acht Monaten. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass Personen mit Zahnproblemen eine solche Versicherung abschließen. Eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit gibt es dann, wenn der/die Versicherte einen medizinischen Nachweis über den Zustand der Zähne hat.
Wichtig: Auch Zahnzusatzversicherungen ohne Wartezeit übernehmen keine Kosten für Behandlungen, die bereits vor Abschluss der Versicherung beschlossen wurden. Diese muss die versicherte Person stets selbst zahlen.
Beiträge im Alter
Die Zahnzusatzversicherung gibt es in zwei Varianten:
Konstanter Tarif
Versicherte zahlen von Anfang an einen höheren Tarif, der jedoch konstant bleibt. Vorteil: bessere Planbarkeit der Kosten.
Steigender Tarif
Versicherte zahlen einen Tarif, der mit der Zeit an das Alter angepasst wird. Vorteil: jederzeit ohne Verlust kündbar.
Unabhängig vom gewählten Tarif, kann die Zahnzusatzversicherung stets ihre Preise erhöhen. Auch Personen, die einen stetigen Tarif gewählt haben, können beispielsweise dann eine Preiserhöhung erhalten, wenn sie mehrere kostspielige Zahnarztbehandlungen hinter sich haben, die nicht so im Ursprungsvertrag vorgesehen waren.
Wer kann eine Zahnzusatzversicherung abschließen?
Grundsätzlich kann eine Zahnzusatzversicherung ausschließlich von gesetzlich Versicherten abgeschlossen werden. Lange Zeit war die Zusatzversicherung Privatversicherten gar nicht zugänglich. Heute gibt es einige wenige Versicherungen, die es Privatversicherten ermöglichen, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Ein Beispiel hierfür ist die Württembergische Zahnzusatzversicherung.
Wichtig: Die wenigen Versicherungen, die Privatversicherten eine Zahnzusatzversicherung bieten, setzen in der Regel voraus, dass diese Personen den Basistarif haben. Privatversicherte Personen, die einen anderen Tarif in Anspruch nehmen, können demnach in der Regel keine Zahnzusatzversicherung abschließen.
Grund für diese Einschränkung ist, dass Privatversicherungen in der Regel bereits eine umfangreiche Übernahme der Zahnarztkosten vorsehen. Im Gegensatz dazu zahlen Krankenkassen ausschließlich 60 Prozent der Zahnarztkosten für die Regelversorgung. Bei Personen mit einem Bonusheft, das fünf Jahre lang regelmäßig abgestempelt wurde, sind es 70 Prozent und nach zehn Jahren sogar 75 Prozent.
Was ist die Regelversorgung? Krankenkassen und Zahnärzte sind gemeinsam jedes Zahnproblem durchgegangen und haben entschieden, in welchen Fällen es sich um eine zweckmäßige Behandlung, also Regelversorgung, handelt und wie hoch die Kosten hierfür sein dürfen. Kurz: Regelversorgungen sind medizinisch ausreichende Behandlungen, aus Sicht von Zahnärzten und Krankenkassen.
Beispiel einer Regelversorgung ist eine Brücke aus Metall. Hier würde die Krankenkasse 60 Prozent der Kosten übernehmen. Mit einem Bonusheft sogar 70 bzw. 75 Prozent. Entscheidet sich der/die Patient/in aber stattdessen für ein Implantat, so zahlt die Krankenkasse dennoch ihren Anteil der Kosten an der Metallbrücke und die betroffene Person muss alle weiteren Kosten selbst tragen.
Beispiel: Bei einem fehlenden Zahn erhält ein/e Patient/in mit zehn Jahren Bonusheft einen Zuschuss von 589 € unabhängig davon, ob die Person sich für eine Metallbrücke für 600 € oder ein Implantat für 3.000 € entscheidet.
Neben der Versicherungsfrage spielt auch die Gesundheit der Zähne eine Rolle. Sind die Zähne in einem sehr schlechten Zustand, so können Versicherungsunternehmen den Antrag auf eine Zahnzusatzversicherung ohne Weiteres ablehnen.
Ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll?
Eine Zahnzusatzversicherung ist für Personen sinnvoll, die aufgrund von weniger gesunden Zähnen voraussichtlich regelmäßige Zahnbehandlungen in Anspruch nehmen werden. Für Personen, die nur alle paar Jahre eine aufwendige Zahnbehandlung benötigen, lohnt sich die Zusatzversicherung in der Regel nicht.
Wer über eine Zahnzusatzversicherung Gedanken macht, sollte in allen Fällen folgende Informationen im Hinterkopf behalten:
Bedenken Sie vor Abschluss
- Die Zahnzusatzversicherung gehört zu den teuersten freiwilligen Versicherungen in Deutschland.
- Trotz Zusatzversicherung muss der/die Versicherte in der Regel einen Teil der Behandlungskosten selbst bezahlen.
- Die Zahnzusatzversicherung kommt nicht für Behandlungen auf, die bereits vor Abschluss des Versicherungsvertrags anstanden.
- Die meisten Versicherungstarife gibt es nicht ohne Wartezeit. Diese Wartezeit beträgt im Schnitt 8 Monate.
- Viele Versicherungstarife sehen in den ersten drei bis fünf Jahren eine begrenzte Kostenübernahme vor.
Tipp — Alternative zur Zahnzusatzversicherung: Gerade für Personen, die voraussichtlich keine regelmäßigen Zahnbehandlungen in Anspruch nehmen werden, lohnt es sich, statt der Zahnzusatzversicherung regelmäßig Geld zur Seite zu legen. Hier empfiehlt sich ein separates Tagesgeldkonto, auf das monatlich ein bestimmter Betrag gezahlt wird.
Häufig gestellte Fragen zur Zahnzusatzversicherung
Die Kosten einer Zahnzusatzversicherung liegen je nach Leistungsstufe zwischen 8 und 13 Euro pro Monat. Faktoren wie das Alter, der Zustand der Zähne und der gewählte Erstattungsprozentsatz beeinflussen den Beitrag maßgeblich.
Ja, einige Anbieter bieten Tarife ohne Wartezeit an. Voraussetzung ist in der Regel ein aktueller zahnärztlicher Befund. Allerdings werden auch bei diesen Tarifen keine Kosten für bereits geplante Behandlungen übernommen.
In der Regel nicht, da die PKV bereits umfassende Zahnleistungen beinhaltet. Einige wenige Versicherungen, wie die Württembergische, bieten diese Möglichkeit für Privatversicherte im Basistarif an.
Nicht unbedingt. Die Versicherung lohnt sich besonders für Personen mit regelmäßigem Behandlungsbedarf. Für Personen mit gesunden Zähnen kann es sinnvoller sein, monatlich einen Betrag auf ein separates Konto zu sparen.