Definition von einem Rahmenvertrag

Bei einem Rahmenvertrag werden in der Regel günstigere Konditionen vereinbart, die sich zu Gunsten des Versicherungsbeitrags oder verbesserte Annahmerichtlinien auswirken. Über einen solchen Vertrag können sich deshalb meist nur bestimmte Personengruppen versichern, die der entsprechenden Gemeinschaft angehören (zum Beispiel Personen einer bestimmten Berufsgruppe oder einer Firma).

Durch die meist höhere Anzahl von versicherten Personen im Zuge eines Kollektivvertrages, kann das Risiko von der Versicherung besser eingeschätzt und kalkuliert werden. Durch einen geringeren Verwaltungsaufwand entstehen zudem weniger Kosten für die Versicherungsgesellschaft, wodurch unter anderem diese Vergünstigungen möglich sind.

Durch die Vereinbarung eines Kollektivvertrages ist es in den meisten Fällen für die Mitglieder nicht notwendig eine andere Versicherung zu suchen, da die kooperierende Versicherung oft bereits gute und günstige Versicherungstarife anbietet. In Ausnahmefällen kann es aber sein, dass ein Vergleich trotzdem noch günstigere Konditionen finden lässt, wenn sich Interessenten zum Beispiel bei einer Direktversicherung versichern.

Vorteile eines Rahmenvertrags

Für Arbeitgeber

Attraktivität steigern
  • Günstigere Konditionen für Mitarbeiter
  • Steigerung der Arbeitgeberattraktivität
  • Geringerer Verwaltungsaufwand

Für Versicherer

Bessere Kalkulation
  • Bessere Risikoeinschätzung durch große Gruppen
  • Weniger Verwaltungskosten pro Vertrag
  • Langfristige Kundenbindung

Wer gehört zur Zielgruppe?

Kleine Unternehmen, Verbände oder Vereine steigern durch Rahmenverträge ihre Attraktivität bei Mitarbeitern oder Mitgliedern, die von den Verbesserungen bei der Versicherung profitieren können.

Für große Firmen können beispielsweise noch umfassendere Kollektivverträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung, Kfz-Versicherung oder Altersvorsorge getroffen werden. Andere Unternehmen, bei denen viele Mitarbeiter mit einem hohen Einkommen arbeiten, lohnt sich oft zusätzlich ein Rahmenvertrag für die private Krankenversicherung.

Aber selbst Mitarbeiter können einen Rahmenvertrag bei Ihrem Arbeitgeber anregen. Eine betriebliche Altersversorgung kann ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl sogar Pflicht sein.

Tipp für Arbeitnehmer

Auch wenn ein Rahmenvertrag besteht, kann sich in Ausnahmefällen ein individueller Vergleich lohnen — insbesondere bei Direktversicherungen, die noch günstigere Konditionen bieten können.

Mögliche Versicherungssparten für Rahmenverträge

Mögliche Versicherungssparten für einen Rahmenvertrag
Versicherungssparte Zielgruppe Typischer Vorteil
Betriebliche Altersversorgung Alle Mitarbeiter Günstigere Beiträge durch Gruppentarife
Private Krankenversicherung Mitarbeiter mit hohem Einkommen Verbesserte Annahmerichtlinien
Berufsunfähigkeitsversicherung Bestimmte Berufsgruppen Erleichterte Gesundheitsprüfung
Kfz-Versicherung Mitarbeiter mit Dienstwagen Reduzierte Prämien

Häufig gestellte Fragen zum Rahmenvertrag

Ein Rahmenvertrag (auch Kollektivvertrag genannt) ist eine Vereinbarung zwischen einem Arbeitgeber oder einer Gruppe und einem Versicherungsunternehmen, durch die besonders günstige Konditionen für die Mitglieder der Gruppe ausgehandelt werden.

Ein Rahmenvertrag bietet in der Regel günstigere Beiträge und verbesserte Annahmerichtlinien. Durch die höhere Anzahl versicherter Personen kann der Versicherer das Risiko besser kalkulieren und der geringere Verwaltungsaufwand ermöglicht niedrigere Kosten.

Rahmenverträge sind unter anderem für die betriebliche Altersversorgung, private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Kfz-Versicherung möglich. Besonders häufig werden sie in der betrieblichen Altersvorsorge genutzt.

Ja, auch Mitarbeiter können bei ihrem Arbeitgeber einen Rahmenvertrag anregen. Eine betriebliche Altersversorgung kann ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl sogar verpflichtend sein.