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Unfallversicherungen vergleichenWas ist eine private Unfallversicherung?
Die private Unfallversicherung ist eine freiwillige Versicherung, die Versicherte im Falle eines Freizeitunfalls finanziell absichert. Bricht sich ein/e Versicherungsnehmer/in beim Basketballspielen das Handgelenk und kann aus diesem Grund mehrere Wochen nicht arbeiten, so erhält die betroffene Person eine Reihe von finanziellen Leistungen. Diese Leistungen können sowohl als Gehaltsausgleich als auch zur Genesung eingesetzt werden.
Gesetzliche Unfallversicherung
Pflichtversicherung, die nur bei Arbeitsunfällen und auf dem Arbeitsweg greift. Vom Arbeitgeber bezahlt. Kein Schutz in der Freizeit.
Private Unfallversicherung
Freiwillige Versicherung, die auch bei Freizeitunfällen zahlt. Selbst abgeschlossen und bezahlt. Schutz rund um die Uhr.
Ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?
Ob eine private Unfallversicherung sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation ab. Folgende Fragen sind dabei wichtig: Betreibt die Person risikoreiche Hobbys? Ist die Person Haupt- oder gar Alleinverdiener und für andere Personen verantwortlich? Wie hoch wären die Einkommenseinbußen? Hat die Person z.B. eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Grundsätzlich gilt, dass eine private Unfallversicherung für verschiedene Personengruppen sinnvoll sein kann:
Private Unfallversicherung: Leistungen im Überblick
Die wichtigste Leistung der privaten Unfallversicherung ist die sogenannte Invaliditätsleistung. Hierbei handelt es sich um einen festen Geldbetrag, den die versicherte Person im Versicherungsfall einmalig erhält. Diese finanzielle Leistung ist an keinen Verwendungszweck gebunden.
Neben der Invaliditätsleistung gibt es eine Reihe anderer Leistungen, die je nach Versicherungsvertrag beansprucht werden können:
- Unfallrente;
- Tagegeld;
- Hilf- und Pflegeleistungen;
- Rehabilitationsleistungen;
- Bergungskosten;
- Kosmetische Operationen;
- Todesfallsumme.
Die Höhe der Leistungen ist vom jeweiligen Versicherungsvertrag und von der Schwere des Unfalls abhängig. Welcher Betrag letztendlich ausgezahlt wird, hängt vom Grad der Invalidität ab. Dieser wird anhand der Gliedertaxe festgelegt.
Wann können die Leistungen beansprucht werden?
Die Leistungen der privaten Unfallversicherung können beansprucht werden, wenn die versicherte Person Opfer eines Unfalls wird. Ein Unfall liegt vor, wenn eine Gesundheitsschädigung durch ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis entsteht. Beispiele für versicherte Risiken:
- Invalidität, d.h. erhebliche Beeinträchtigung der Arbeits-, Dienst- und Erwerbsfähigkeit;
- Geistige Leistungseinschränkungen;
- Körperliche Einschränkung z.B. durch Bänderrisse, Muskelrisse, Verrenkungen;
- Krankheiten, z.B. Tollwut.
Bänderriss: Zahlt die Unfallversicherung?
Ob die private Unfallversicherung bei einem Bänderriss zahlt, hängt von den Folgen ab. Geht die Funktion des Beines verloren, zahlt die Versicherung die Invaliditätsleistung. Verheilt der Bänderriss ohne bleibende Einschränkung, zahlt die Versicherung nicht. Bei einem vollständigen Funktionsverlust des Fußes wird durchschnittlich eine Gliedertaxe von 55 % anerkannt.
Damit die Leistungen in Anspruch genommen werden können, darf die Schädigung nicht vorsätzlich herbeigeführt worden sein. Zudem gibt es bestimmte Ausschlüsse:
- Unfälle aufgrund von Bewusstseinsstörungen, z.B. durch Trunkenheit oder Drogenkonsum;
- Unfälle beim Begehen einer vorsätzlichen Straftat;
- Unfälle durch Kriegsereignisse;
- Schädigungen aufgrund von radioaktiver oder sonstiger Strahlung;
- Schädigungen durch Infektionen und/oder Vergiftungen.
Wie hoch sind die private Unfallversicherung Kosten?
Die Auswahl an privaten Unfallversicherungen und Tarifen ist groß. In der privaten Unfallversicherung können Versicherte den Umfang der Leistungen selbst bestimmen. Tipps für einen günstigen Tarif:
- Versicherungssummen gering halten;
- Durch Einschluss einer Progression für hochgradige Invaliditätsfälle sparen;
- Jährliche Zahlweise wählen (bis zu 5 % Ersparnis gegenüber monatlicher Zahlung);
- Dreijahresvertrag abschließen (etwa 5 bis 10 % Ersparnis gegenüber Einjahresverträgen).
Grundregel zu den Kosten
Die genauen Kosten der privaten Unfallversicherung lassen sich nicht pauschal bestimmen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Leistungen in die Versicherungsdeckung eingeschlossen werden, desto teurer wird der Vertrag.
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Unfallversicherungen vergleichenWas ist im Versicherungsfall zu tun?
Wenn es zu einem Unfall gekommen ist, gibt es sogenannte Mitwirkungspflichten (Obliegenheiten), damit der Versicherungsschutz gewährleistet bleibt. Folgende Schritte sind zu beachten:
| Schritt | Maßnahme |
|---|---|
| 1 | Unverzüglich einen Arzt aufsuchen |
| 2 | Maßnahmen zur Schadensminderung umsetzen (Anweisungen des Arztes folgen) |
| 3 | Unfall der Versicherung anzeigen |
| 4 | Unfallbogen ausfüllen und der Versicherung zusenden |
In kritischen Fällen kann die private Unfallversicherung zusätzlich eine Untersuchung bei einem weiteren Arzt anordnen. Die Kosten werden von der Versicherung übernommen. Sollte die versicherte Person aufgrund eines Unfalls sterben, muss eine vertraute Person den Tod innerhalb von 48 Stunden bei der Unfallversicherung anzeigen.
Häufig gestellte Fragen zur privaten Unfallversicherung
Was die private Unfallversicherung bei einem Bänderriss zahlt, ist vom Versicherungsunternehmen und seiner Gliedertaxe abhängig. Kann der ganze Fuß nicht mehr genutzt werden, wird im Durchschnitt eine Gliedertaxe von 55 % anerkannt. Liegt die Invaliditätsleistung bei 100.000 Euro, erhält die versicherte Person 55.000 Euro.
Die private Unfallversicherung zahlt, wenn eine versicherte Person aufgrund eines Unfalls dauerhaft körperlich oder geistig beeinträchtigt ist. Damit ein Unfall anerkannt wird, muss er rechtzeitig gemeldet werden und darf nicht die Folge von Alkohol- oder Drogenkonsum sein.
Die gesetzliche Unfallversicherung schützt nur bei Arbeitsunfällen und auf dem Arbeitsweg – sie ist eine Pflichtversicherung, die vom Arbeitgeber bezahlt wird. Die private Unfallversicherung schützt auch in der Freizeit und wird vom Versicherten selbst abgeschlossen und bezahlt.
Nein, die private Unfallversicherung ist keine Pflichtversicherung. Sie ist jedoch für alle Personen empfehlenswert, die sich gegen die finanziellen Folgen von Freizeitunfällen absichern möchten – insbesondere für Hauptverdiener, Personen mit risikoreichen Hobbys und Familien.